Mit dem Posaunenchor durch das Jahr

Mit dem Posaunenchor durch das Jahr
(zu singen auf PK297 „Preisend mit viel schönen Reden“)


In des Schwarzwalds tiefsten Gründen,
wo die Murg zu Tale rauscht,
ist ein Bläserchor zu finden,
dem so mancher gerne lauscht.

Dienstags trifft man sich zum Proben
mit Posaun’, Bass und Trompet.
Dieses Üben ist zu loben,
weil um Harmonie es geht.

An den großen Feiertagen,
Ostern, Weihnachten, Advent,
spielt man laut, ohne zu zagen,
auf dem Blechblasinstrument.

Auch am Fest der Konfirmanden
und an dem des Erntedanks,
wenn viel Leute sich einfanden,
freut man sich des schönen Klangs.

Sonntags für die Jubilare
klingt vom Berge und im Tal
sommers, winters, schon viele Jahre,
Lob und Dank als Frühchoral.

Manchmal früh am Sonntagmorgen
fährt zum Krankenhaus man hin,
denen, die oft voller Sorgen,
zu erfreuen Herz und Sinn.

Immer am Himmelfahrtsfeste
geht’s zur Sattelei im Wald.
Dabei freuen sich die Gäste,
dass Posaunenklang erschallt.

Sommers mit gar frohen Mienen
geht’s zum Schliffkopf, so der Brauch.
Es heißt „Gottesdienst im Grünen“,
doch „im Nassen“ ist’s oft auch.

Dort in Ulm herrscht große Freude
vor des Münsters großem Tor,
denn da blasen viele Leute
Gottes Lob im großen Chor.

Einmal einfach loszufahren
mit dem Bus, das ist von Reiz.
Ein’ge Länder Ziel schon waren:
Deutschland, Frankreich, Österreich, Schweiz.

Wenn die Weihnachtszeit gekommen
und es ist ein bisschen kalt,
lohnt die Fleiß’gen und die Frommen
Nikolaus von drauß vom Wald.

Schließlich, wenn das Jahr tut enden,
tönet von des Schrambergs Hang
Dank mit Herzen, Mund und Händen
an Gott durch Posaunenklang.

So, wie schon in vielen Jahren
geht ein Bläserjahr zu End.
Ob es gute Jahre waren,
legen wir in Gottes Händ’.

(Text: Martin Schuler)