Die evangelische Christuskirche

Bild über das Abendmahl

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gab es im oberen Murgtal nur eine Kirche, die in Baiersbronn. Da diese jedoch für die wachsende Zahl der Gemeindeglieder zu klein war, baten die Bewohner des Mittel- und Obertals um den Bau einer weiteren Kirche. 1866 gelang es mach zähem Ringen einen Kirchenbaufonds zu gründen, sodass am 10. April 1868 der erste Spatenstich für die Mitteltaler Kirche vollzogen wurde. Die Planung und Ausführung lag dabei in den Händen des Stuttgarter Architekten Professor Bäumer. Bereits am 7. November 1869 konnte die Kirche der Gemeinde übergeben werden. Der Kirchenbau wurde, zusammen mit der Schule und später dem Gemeindehaus zur neuen Ortsmitte. Gottesdienst und kirchliches Leben prägten die kirchliche Gemeinde bis heute nachhaltig. 1964/65 wurde die Kirche innen neu renoviert. Dabei erhielt sie auch drei Chorfenster von Wolf-Dieter Kohler, dessen Vater Walter Kohler übrigens auf dem Mitteltaler Friedhof beerdigt wurde. Die Fenster zeigen den heilsgeschichtlichen Weg Jesu in Erniedrigung und Erhöhung (vgl. Philipper 2, 5-11). Die Orgel wurde von der Orgelbaufirma Vleugels gebaut und 1967 in die Kirche eingebaut. Das Wandrelief über der Kanzel stammt von dem polnischen Künstler Wladislav Trojan und stellt „Jesu letztes Mahl“ dar. Auf dem Kirchturm hängen fünf Glocken (1950 bis 1958). Quelle: R. Helwig, Evangelische Christuskirche in Mitteltal und ihre Geschichte